Was einen Wetsuit ausmacht

Wenn dich Zahlen, Hashtags, Namen, Marketing-Bezeichnungen und Beschichtungen mehr verwirren als Auskunft über einen Anzug zu geben, soll dir der folgende Beitrag helfen etwas mehr Licht in die Thematik des dunklen Materials Neopren zu erhalten.

 

Neopren - der Stoff aus dem schnelle Schwimmzeiten sind.

Für die Verwendung von Sportbekleidung wird Neopren in verschiedenen Stärken entsprechend der gewünschten Wärmeisolierung hergestellt. Dickeres Material isoliert besser und liefert einen höheren Auftrieb, ist aber auch weniger dehnbar.

Unterteilt wird das Neopren je nach Hersteller mit unterschiedlichsten Angaben aus Zahlen oder Buchstaben. Eine höhere Zahl bedeutet nicht zwangsweise dass sich dahinter ein besseres, flexibleres, dünneres oder auftriebsstärkeres Material versteckt.

Es gibt grundlegend fünf wichtige Merkmale, die Neopren unterscheidet:

  1. Oberfläche
    Dass es Neopren mit unterschiedlichsten Oberflächen gibt, weiß jeder der einmal einen Tauch-/Surfanzug und einen Triathlon-Wetsuit in der Hand hatte. Hier wird zwischen offenem und geschlossenem Neopren unterschieden.
    Offene Materialien werden meistens zusätzlich von außen mit einem Textil versehen und sind dadurch nicht so empfindlich für Beschädigungen oder Fingernägelcuts. Der Nachteil ist jedoch der erhöhte Reibungswiderstand im Wasser.

  2. Stärke
    Je dünner desto besser? Wenn es alleine um die Flexibilität geht, dann ist das nicht ganz falsch.

  3. Auftrieb
    Vereinfacht kann man sagen: je mehr Luft im Material eingeschlossen und je dicker dieses ist, desto mehr Auftrieb bietet das Neopren.

  4. Beschichtung
    Um den Reibungswiderstand, welcher zwischen Neoprenoberfläche und Wasser entsteht, zu minimieren, werden zusätzliche Beschichtungen auf die Oberfläche aufgetragen.

  5. Flexibilität
    Auf sie kommt es vor allem im Schulter-Arm-Bereich an. Eigentlich kann man nie genug Flexibilität bekommen - aber eben nicht um jeden Preis!
    Neopren, egal welcher Stärke, ist fast immer um circa 500% dehnbar. Es wird allerdings vom verwendeten Trägerstoff, dem Innenfutter, in seiner Dehnbarkeit limitiert.

    Ein hochflexibles Neopren kann auf einem minderwertigem Trägerstoff seine Stärken nicht ausspielen, ähnlich einem Gummiband, das sich nicht mehr dehnen kann, wenn es auf ein unflexibles Stück Papier geklebt ist.


Der Trägerstoff, welcher direkt auf der Haut liegt, muss sich nicht nur angenehm anfühlen und hochflexibel sein, sondern muss darüber hinaus weitere Kriterien erfüllen, wie:

  • Minimale Wasseraufnahme
  • Chlor- und Salzwasser-Resistenz
  • Verarbeitbarkeit
  • Langlebigkeit

 

Wir hoffen etwas Licht ins Dunkle der Neoprenwelt gebracht zu haben. Am besten findet du den für dich passenden Wetsuit übrigens bei einem Testschwimmen.