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Pullbuoy und Paddles richtig einsetzen: mehr Nutzen, weniger Fehler

Pullbuoy und Paddles verbessern Technik, Kraft und Wassergefühl, wenn du sie richtig einsetzt. Was beide Geräte bringen, welche Fehler du vermeidest und wie du sie sinnvoll kombinierst.

Von Luca Schütz

Pullbuoy und Paddles richtig einsetzen: mehr Nutzen, weniger Fehler

Pullbuoy und Paddles gehören zu den beliebtesten Trainingsgeräten im Schwimmbecken, und zu den am häufigsten falsch eingesetzten. Richtig genutzt verbessern sie Technik, Kraft und Wassergefühl. Falsch genutzt schleichen sich Fehler ein oder die Schulter wird überlastet. So holst du das Beste aus beiden heraus.

Was macht ein Pullbuoy?

Ein Pullbuoy ist ein Auftriebskörper aus Schaumstoff, den du zwischen die Oberschenkel klemmst. Er hebt deine Beine an und schaltet den Beinschlag weitgehend aus. Dadurch kannst du dich voll auf den Armzug, die Rotation und die Wasserlage konzentrieren, ohne dass die Beine „mitarbeiten". Gerade für Triathleten ist das wertvoll, weil sich so gezielt der Oberkörper-Antrieb schulen lässt, der im Neoprenanzug ohnehin dominanter wird.

Was bringen Paddles?

Schwimmer krault mit Badekappe im Pool

Paddles vergrößern die Fläche deiner Hand und erhöhen so den Widerstand im Wasser. Das hat zwei Effekte: Zum einen trainierst du die schwimmspezifische Kraft, zum anderen spürst du deinen Zugweg deutlicher, ein guter Weg, um den Catch und das Wassergefühl zu schulen. Wichtig ist die richtige Größe: Zu große Paddles überlasten die Schulter schnell. Beginne im Zweifel mit kleineren Modellen und steigere dich langsam.

Der häufigste Fehler: zu viel, zu schnell

Der Klassiker ist, gleich eine ganze Einheit mit Paddles zu schwimmen. Genau das überlastet die Schulter, die beim Schwimmen ohnehin das am stärksten beanspruchte Gelenk ist. Baue Paddles stattdessen in kurzen Serien ein und steigere den Umfang über Wochen, nicht über Tage. Ein weiterer Fehler: Paddles nutzen, um schneller zu schwimmen, statt sauberer. Der Sinn liegt in der Technik- und Kraftarbeit, nicht im Tempo um jeden Preis.

Die Kombination: Pullbuoy und Paddles zusammen

Pullbuoy und Paddles lassen sich gut kombinieren. Der Pullbuoy stabilisiert die Wasserlage, die Paddles verstärken den Zugreiz, so kannst du dich komplett auf einen kraftvollen, sauberen Armzug konzentrieren. Achte dabei besonders auf einen hohen Ellbogen beim Catch: Weil die Paddles den Widerstand erhöhen, verzeiht diese Kombination Technikfehler schlechter, deckt sie aber auch schneller auf. Für einen kraftvollen Oberkörper-Fokus ist sie ideal, für lockere Techniktage weniger.

Wann du besser ohne Hilfsmittel schwimmst

Hilfsmittel sind Ergänzung, kein Ersatz für sauberes Schwimmen ohne alles. Wer dauerhaft nur mit Pullbuoy schwimmt, verliert das Gefühl für einen ausbalancierten Beinschlag und die natürliche Wasserlage. Nutze die Geräte deshalb gezielt für bestimmte Serien, und schwimme einen guten Teil jeder Einheit bewusst ohne Hilfsmittel, um das Gelernte zu integrieren.

Die passende Ausrüstung

Für den Einstieg reichen ein klassischer Pullbuoy mit gutem Auftrieb und ein Paar Paddles in passender Größe. Beides findest du in unserem Schwimm-Equipment, zum Beispiel den sailfish Pullbuoy und die sailfish Paddles. Achte bei den Paddles auf eine Größe, die zu deinem aktuellen Trainingsstand passt, im Zweifel lieber eine Nummer kleiner.

Häufige Fragen zu Pullbuoy und Paddles

Wofür ist ein Pullbuoy gut?
Er hebt die Beine an und schaltet den Beinschlag aus, damit du dich auf Armzug, Rotation und Wasserlage konzentrieren kannst.

Sind Paddles für Anfänger geeignet?
Ja, aber in kleiner Größe und in kurzen Serien. Zu große Paddles oder zu viel Umfang überlasten schnell die Schulter.

Kann ich Pullbuoy und Paddles zusammen nutzen?
Ja, die Kombination eignet sich gut für kraftvolle Oberkörper- und Technikarbeit, deckt aber Technikfehler stärker auf.

Sollte ich immer mit Hilfsmitteln schwimmen?
Nein. Nutze sie gezielt für einzelne Serien und schwimme einen Teil jeder Einheit bewusst ohne Hilfsmittel.

Enjoy your swim.

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